generationenwechsel

Gedichte/Lieder, Literatur |


dickschwulstig lilafarbne ader

schweißig platzend schier

eingefurchte rinnen vieler jahre

schon des aufgeregt durchzechten lebens

schreit er vibrierend kräftig krach

krach nur der die welt ist überstülpend

wer sei ich und was ich mir erlaube

rotwein speichel streuend im raum

keine zeit mehr von außen alles

nur starr nur eine folge von rot und gelb

lila rot und gelb kein übergang

die flasche halbvoll erst in seiner hand

dann mitten in der luft mein ohr bleibt heil

schließlich klirrend fließend an der wand

lilafarbne flecken bleiben sein gesicht?

der umfang war schon mehr die rinnen

sind schon tief verhärmung sichtbar

hallt durch das metallne bellen

alles was ein ich sein kann

sprödspuckig umrandet drinnen ein sinn?

ficken heißt es in begleitung von schreien

weltbezug vater heißt es aus meiner richtung

und die flasche rotwein aus meiner richtung

trifft sie trifft und öffnet ihn für mich im

lilaroten zusammen aus liebe und zeit

 

Dieses Gedicht entstammt dem Gedichtband Flieh in die Welt