Ich bleibe

Gedichte/Lieder, Literatur |

 

Man meint als du flüchtig vorbeihuschst

und die bäume im vergleich zu dir ihr

gelborangebraunes laub abschmeißen

und die letzten spielenden arten von menschen

rasch über die brückchen zurück

in die heimischen schöße abreisen

und das bachwasser ein wenig mit plastik

verschmutzt nur unbeeindruckt weiterplätschert

für dich gelten die gesetze nicht und das

was mich zerdrückt für immer macht dich frei

 

dir zu folgen wäre selbstmord lächerlich

und schön und eindeutig beendend

dich abzuweisen wo du doch keck

(mir fällt kein andres wort ein), leider

einhergeblinzelt hast den kopf zurück

und die haare im für november lauen wind

dein gesicht umschlungen haben

und man angst bekam es möge für immer verschwinden

dich abzuweisen wär ein anschlag auf das leben

falls das das ist was mir nun als

allein sitzengebliebnem fehlt

 

geht die sonne längst in einer halben kurve unter

irgendwie auch nie so richtig

denke ich noch was das eigentlich bedeutet

und schlaf vielleicht auch kurz ein bisschen ein

aber denken muss ich doch schrecke ich hoch kurz

und die welt retten die keine hilfe braucht

und bewunderer haben die ich verachte

schrecke ich zum wiederholten male hoch und

denke stehend nun wenn ich das so recht betrachte

warst und bist du nur ein abbild nichts als staub

dein schöner schopf wird ausgewuchert sein

und hat dir lang die lust zu leben abgedrückt

ich kann hier wenigstens noch ein wenig sitzen

ganz allein und ungestört und unter der

halborangenen sonnenkurve

werden langsam meine beine taub