offene gesellschaft

Gedichte/Lieder, Literatur |

 

wo nur war ich die ganzen jahre

dass alle plätze längst besetzt sind

klar sind da die alten seit vielen jahren

tausenddazumal mit lederhosen eingeschmiert

klar sind da die gegelten die lang schon

ihr leben als curriculum begreifen zuvörderst

vereinshuberisch integriert

alles spricht gegen einen platz für mich

und alles sieht nach geschlossenheit aus

die gesten sprache die blicke abgewandt

von welt und mir und irgendwie kommen

immer neue lieder bücher filme raus

von immer neuen leuten die kein

leben gehabt haben können zuvor

so erscheint es mir derweil

die bügel langsam zugehn und mein

kopf recht pappend zwischen die zei

len gerät hier ist es eigentlich schön

denke ich noch kurz bevor der twister lostwistet

und alles kirrt und alles schreit ich wehe

hängern gen geländer ein wenig panik

außerhalb bricht schon dann aus

als singuläres opfer bildhaft berichtenswert

kann ich ganz gut sein kopfoffen

in gemeinsamkeiten hineinblutend bröselnd

 

Dieses Gedicht entstammt dem Gedichtband Flieh in die Welt