weltdaweg

Gedichte/Lieder, Literatur |

 

im grellschummrigen licht der untergegangnen sonne

ziehen personen wie schatten vorüber

manche naiv aufreizend andre verurteilend heiter

dem mittelpunkt der betrachtungen wehen zumutungen

entgegen denen er sich kaum enziehen kann

wir wissen niemals wo die mitte liegen soll

 

ruhig ist es geworden und ein teil rüstet

sich schon für das spiel

heute ist es ungewöhnlich kalt hört man sie sagen

ungewöhnlich wofür, heute?

manche freuen sich ganz unbestimmbar auf

oder über etwas anderes

wir wissen nicht worauf sich dieses dann bezieht

 

unten liegt der ansatz sagt der dickbärtige mann

und grinst entweder pervers oder nett und bodenständig

für seine ausbildung hört man sie sagen

ein paar straßenzüge weiter blinkt die maßgebliche laterne

sie funzelt im öden herum

wir wissen niemals wo die unterschiede liegen

 

eigentlich weiß ich nicht denkt er schmerzversonnen

warum ich immer wir statt ich denk denkt er

und legt den stift des weltbezugs nieder weltentronnen

mit dem er die vergessenheit begreiflich macht

ohne und mit ist halt die gleiche scheiße denkt er nur noch und

die äußerungen verfließen für immer im grauen nichts der halbbeleuchtung

 

Dieses Gedicht entstammt dem Gedichtband Flieh in die Welt